Diamantene Hochzeit in der Gemeinde Herzberg/Elster

Am Sonntag, 14. Juni 2026, feierte die Gemeinde gemeinsam mit den Eheleuten Hoffmann ein ganz besonderes Fest. In diesem Gottesdienst wurde der Segen zu ihrer Diamantenen Hochzeit gespendet.

Das Bibelwort aus Nehemia 8,10: „Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke“, diente als Grundlage. Priester Marcel Malle erinnerte in seiner Predigt daran, dass das Leben von Freude und Leid geprägt ist. Gott steht uns in allen Situationen als liebender und stärkender Begleiter zur Seite.

Anhand der Rückkehr des Volkes Israel nach Jerusalem wurde deutlich, dass die Menschen trotz Zerstörung, Trauer und Schwierigkeiten neue Hoffnung fanden. Sie richteten sich dabei auf Gott aus und begannen mit dem Wiederaufbau. Auch heute können wir Gott als zuverlässigen Anker verstehen. Der Glaube soll mit Freude gelebt und durch aktive Beteiligung am Gemeindeleben zum Ausdruck gebracht werden. Christlicher Dienst geschieht dabei aus Dankbarkeit und Liebe, nicht aus Pflicht oder wegen einer Belohnung. Gott begleitet die Menschen in allen Lebenslagen und schenkt die Kraft zum Glauben, zum Dienen und zum Vergeben.

Priester Knechtel vertiefte in seiner Predigtzugabe die Aussagen und merkte in Bezug auf die diamantene Hochzeit an, dass ein Diamant durch hohen Druck und große Hitze entsteht. Erst durch das Schleifen erhält er seinen besonderen Wert. Ebenso wächst eine Ehe durch Herausforderungen und gemeinsame „Bearbeitung“. Diese Erfahrungen stärken die Beziehung und machen sie wertvoll. Wichtig sind dabei gegenseitiges Zusammenhalten und freudiges Dienen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls traten Diakon i.R. Peter Hoffmann und seine Frau Roswitha an den Altar, um den Segen zu ihrem 60-jährigen Ehejubiläum zu empfangen. Der Gemeindechor bereitete diesen Moment mit dem Wunschlied (CM 171) „Fürchte dich nicht länger“.

Priester Malle hob in seiner Ansprache ihre Ehe als Beispiel für Treue, gegenseitige Unterstützung und Durchhaltevermögen hervor, auch in schwierigen Lebenssituationen. Er betonte außerdem ihre Dankbarkeit und Verbundenheit zu Kindern, Enkeln und Urenkeln und würdigte ihr kirchliches Engagement sowie ihren Einsatz in den Gemeinden Schlieben und Herzberg. Der Segen zu einem Ehejubiläum ist nicht nur ein einmaliger Moment, sondern soll immer wieder neu verstanden und im Leben bewusst gelebt werden. Er ist eine erneute Bestärkung und ein Zuspruch des göttlichen Segens für den weiteren gemeinsamen Lebensweg.

Nach der Spendung des Segens zum Hochzeitsjubiläum beendete Priester Malle den Gottesdienst mit Gebet und trinitarischem Segen. Anschließend hatten alle Anwesenden Gelegenheit, den Jubilaren zu gratulieren.